Du hast eine falsche oder eine zu hohe Rechnung erhalten, die Du selbstverständlich nicht bezahlen möchtest? Die knappe Zahlungsfrist zwingt Dich zu einem schnellen Handeln. Wie Du Widerspruch gegen eine falsche Rechnung einlegen kannst und was es dabei zu beachten gilt, erfährst Du hier.

Widerspruch einlegen, aber schriftlich

Damit Du auf der sicheren Seite bist, solltest Du einer fehlerhaften Rechnung immer schriftlich widersprechen. Nur so kannst Du Deinen Widerspruch im Nachhinein auch wirklich beweisen. Lass Deinen Widerspruch dem Unternehmen nachweisbar zukommen, wie beispielsweise über ein Einschreiben.

Der schriftliche Widerspruch gegen eine fehlerhafte Rechnung hat für Dich folgende Vorteile:

Hinweis auf Fehlerhaftigkeit

Mit dem schriftlichen Widerspruch informierst Du den Vertragspartner über eine fehlerhafte Rechnung und über die Tatsache, dass Du nicht bereit bist diese zu begleichen. Verzichtest Du ohne einen Widerspruch auf die Zahlung, kann der Partner Deine Entscheidung nicht nachvollziehen und Du kannst in einen Zahlungsverzug geraten.

Forderung gilt als bestritten

Mit dem Widerspruch gilt die Forderung als bestritten. Das hat den Vorteil, dass bestrittene Forderungen in der Regel nicht an Inkassodienstleister weitergegeben werden, weil diese meist nur unbestrittene Forderungen annehmen dürfen. Für die Forderung darf folglich auch keine Mahnung verschicken werden.

Kein Zahlungsverzug, kein Schufa-Eintrag

Hast Du einen Widerspruch gegen die Rechnung eingelegt, darf der Vertragspartner trotz nicht erfolgter Zahlung keinen Eintrag in die Schufa veranlassen. Solltest Du doch einen Schufa-Eintrag bekommen, kannst Du diesen später löschen lassen, wenn Du Deinen Widerspruch beweisen kannst.

Wie lege ich einen schriftlichen Widerspruch ein?

Damit Dein Widerspruch vollständig ist, solltest Du einige Dinge beachten. Informiere Deinen Vertragspartner in dem schriftlichen Widerspruch darüber, dass Du eine falsche oder zu hohe Rechnung erhalten hast. Nenne dabei das Rechnungsdatum, den Betrag sowie die Rechnungsnummer. Füge außerdem Deine persönlichen Daten wie Name, Anschrift und ggfs. Kundennummer hinzu.

Um den Widerspruch deutlich zu machen, solltest Du erwähnen, dass Du die Rechnung nicht anerkennst und somit die Forderung nicht begleichen wirst. Erkläre hierbei genau, warum die Rechnung fehlerhaft ist.