Kündigung Mietvertrag: Wie kündige ich meinen Mietvertrag?

Ob Mieter oder Vermieter - bei der Kündigung eines Mietvertrags gibt es einige Dinge zu beachten. Man unterscheidet zwischen Kündigungsfristen für befristete und unbefristete Mietverträge. Grundsätzlich gibt es eine gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Vertraglich darf eine kürzere Kündigungsfrist vereinbart werden, während eine Verlängerung der Kündigungsfrist nicht vereinbart werden darf. Außer es wurde ein Kündigungsausschluss vereinbart. In diesem Fall, darfst Du erst nach Ablauf der festgelegten Mindestmietdauer kündigen.

Wirksam wird die Kündigung dann, wenn der Vermieter die Kündigung schriftlich erhält. Im Detail heißt das, wenn Du am 31. Dezember ausziehen möchtest, dann ist der Stichtag für das Einreichen der Kündigung der dritte Werktag im Oktober. Dabei gilt ein Samstag als Werktag. Ausnahme: Ist der dritte Tag ein Samstag, dann darf bis Montag noch die Kündigung eingereicht werden. Jedoch ist das die einzige Ausnahme. Alles was nach dem Dritten eines Monats eingereicht wird, gilt erst für den nächsten Monat.

Welche Fristen gelten bei der Kündigung eines Mietvertrags?

Bei befristeten Mietverträgen ist eine Kündigung erst nach der vertraglich festgelegten Laufzeit möglich. Die Kündigung von unbefristeten Mietverträgen unterscheidet zwischen fristgemäßen (ordentlichen) und fristlosen (außerordentlichen) Kündigungen.

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Hier erfährst Du, auf was Du achten solltest, wenn Du Deinen Mietvertrag unterschreibst.

Kündigung von befristeten Mietverträgen

Grundsätzlich sind sowohl Mieter als auch Vermieter an die Laufzeit eines befristeten Vertrags gebunden. Eine frühzeitige Kündigung des Vertrags ist also nicht möglich. Allerdings gibt es natürlich Ausnahmen, die eine frühzeitige Kündigung möglich machen. In der Vergangenheit wurden einige Gerichtsurteile zugunsten der frühzeitigen Vertragsauflösung ausgesprochen. Beruflicher Umzug, Familienzuwachs, Alters- und Behindertengerechtigkeit können ausschlaggebende Gründe für eine vorzeitige Kündigung sein. In diesen Fällen brauchst Du rechtlichen Beistand. Kontaktiere RightNow für weitere Fragen oder rechtliche Unterstützung!

Wer keinen rechtlichen Beistand in Anspruch nehmen möchte, kann natürlich versuchen mit dem Vermieter auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Beispielsweise, indem man anbietet einen Nachmieter zu finden.

Kündigung von unbefristeten Mietverträgen

Ist keine gesonderte Kündigungsfrist, wie z.B. ein Kündigungsausschluss oder eine wirksame Befristung des Mietvertrags vereinbart, dann gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Diese ist nicht an die Mietdauer gebunden. Die Kündigungsfrist für Vermieter ist jedoch gebunden an die Länge des Mietverhältnisses. Nach fünf bis acht Jahren Mietdauer verlängert sich die Kündigungsfrist jeweils um drei Monate. Die maximale Kündigungsfrist für Vermieter beträgt neun Monate.

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Sonderkündigung: Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?

Laut dem Gesetzgeber darf jede Vertragspartei (Mieter und Vermieter) das Mietverhältnis „aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos kündigen“ (§ 543 BGB, Abs. 1). 
Gemäß den folgenden Bedingungen darf fristlos gekündigt werden:

1. Mieterhöhung: Es besteht ein Sonderkündigungsrecht, sobald eine Mieterhöhung angekündigt wird. Der Mieter hat das Recht diese Mieterhöhung überprüfen zu lassen. Bis zum zweiten Monat nach der Ankündigung der Mieterhöhung darf der Mieter eine fristlose Kündigung einreichen. (§ 561 BGB)

2. Sanierung (weitreichende Modernisierung): Bei Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten, die den Mieter erheblich beeinträchtigen, darf die Kündigungsfrist verkürzt werden. Dies gilt jedoch nicht bei kleineren Reparaturarbeiten. Nachdem der Vermieter die Modernisierung schriftlich angekündigt hat, kann der Mieter zum Ende des übernächsten Monats kündigen. (§ 555e BGB)

3. Gesundheitliche Gefährdung: Steht der Mieter unter gesundheitlicher Gefährdung durch das Wohnen in der Mietwohnung, entfällt die Kündigungsfrist ganz. Sobald die Gesundheit der Mieter beeinträchtigt wird, wie beispielsweise durch Schimmel, Baufälligkeit oder andere ernste gesundheitliche Gefährdungen darf der Mieter jederzeit und ohne Vorankündigung das Vertragsverhältnis beenden.