Seit 2007 sind die Fahrgastrechte für Passagiere in der Europäischen Union klar geregelt. Die EU-Bahngastrechte-Verordnung legt fest, welche Rechte Fahrgäste bei Verspätungen oder Ausfällen der Bahn haben. Wir haben diese Rechte für Sie zusammengefasst und sagen Ihnen, was Sie machen können, wenn Ihre Bahn zu spät gekommen oder ausgefallen ist.

Für wen gelten die Fahrgastrechte?

Die Fahrgastrechte gelten für alle Bahnreisenden innerhalb der Europäischen Union. Bei der Deutschen Bahn fallen außerdem auch Fahrten mit IC Bussen sowie Kombinationen aus IC Bus und Bahnfahrt unter die Fahrgastrechte. Bahngäste mit einer gültigen Fahrkarte können bei Verspätungen oder Zugausfällen ihre Rechte gemäß der Fahrgastrechte der Bahn geltend machen. Sie haben das Recht auf Erstattungen oder vom Beförderungsvertrag, denn jeder Fahrgast mit dem Kauf eines Tickets mit der Bahn eingeht, zurückzutreten.

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Ab welcher Bahnverspätung Sie wie viel Geld zurückbekommen, ist in den Fahrgastrechten eindeutig geklärt. Eine Verspätung unter 30 Minuten wird grundsätzlich nicht entschädigt. Selbst bei Verspätungen bis zu einer Stunde, ist das Bahnunternehmen nicht verpflichtet, Ihnen die Kosten für Ihr Zugticket zu erstatten. Ab einer Verspätung von 60 Minuten und mehr wird es aber dann für Fahrgäste interessant. Für eine einfache Fahrt können Sie bei einer einstündigen Verspätung 25 % des Ticketpreises zurückfordern. Bei Verspätungen ab zwei Stunden steht Ihnen die Hälfte des Ticketpreises zu. 

Für Zeitkarten des Nah- und Fernverkehrs sowie für Besitzer der BahnCard 100 sind die Erstattungssummen genau geregelt, wie Sie dieser Tabelle entnehmen können. Bitte beachten Sie, dass die maximale Erstattung für Zeitkarten bei 25 % des Ticketpreises liegt. Sie können die Erstattung entweder als Bargeld bekommen oder sich einen Gutschein ausstellen lassen. Die Deutsche Bahn erstattet erst Beträge ab 4 Euro. Sollten Sie diesen Wert nicht erreichen, lohnt es sich Tickets zu sammeln und gebündelt einzureichen.

Fahrgastrechte der Bahn bei Zugausfall

Besonders ärgerlich ist es, wenn der Zug nicht nur zu spät kommt, sondern gleich komplett ausfällt. Auch in diesem Fall können Sie Ihre Fahrgastrechte bei der Bahn geltend machen. Gilt Ihr Reiseweg trotz eines Zugausfalls jedoch nach wie vor als zumutbar und möglich, bekommen Sie nicht den vollen Ticketpreis erstattet, auch wenn Sie Ihr Ticket für den entsprechenden Zug nie einlösen konnten. Jedoch können Sie auch hier eine Gesamtverspätung geltend machen. Kommen Sie mit einem alternativen Zug mehr als eine Stunde später als geplant am Zielbahnhof an, können Sie 25 % des Ticketpreises zurückfordern. Bei einer Verspätung ab zwei Stunden können Sie schon 50 % erstattet bekommen. Können Sie eine Sitzplatzreservierung oder die gebuchte 1. Klasse im Alternativzug nicht wahrnehmen, bekommen Sie dafür die kompletten Kosten erstattet.

Wird Ihre Reise aber aufgrund des Zugausfalls und die dadurch entstandene Verspätung sinnlos oder unzumutbar, haben Sie einen Anspruch auf die Kostenerstattung für die Rückreise. Auch wenn Sie auf alternative Beförderungsmittel setzen müssen, um pünktlich am Ziel anzukommen, können Sie gemäß der Fahrgastrechte auf eine Erstattung hoffen – die maximale Erstattungssumme liegt hier bei 80 Euro. Hierbei sollten Sie aber beachten, dass Sie die Kosten für ein alternatives Beförderungsmittel nur zurückverlangen können, wenn die Bahn am Bahnhof nicht selbst für einen Weitertransport mit eigenen Mitteln gesorgt hat – also zum Beispiel Ersatzbusse bereitgestellt hat, die Sie zum Zielbahnhof bringen.

Handelt es sich bei dem ausgefallenen Zug um die letzte Verbindung des Tages, bleibt Ihnen oft nichts anderes übrig, als die Nacht in einem Hotel zu verbringen und Ihre Reise am nächsten Tag fortzusetzen. Die entstandenen Hotelkosten können Sie von der Bahn zurückbekommen.

Wie kann ich meine Fahrgastrechte bei der Bahn geltend machen?

Wenn Ihre Bahn Verspätung hatte oder gar nicht erst gefahren ist, sollten Sie bei der DB eine Erstattung einfordern. Wie oben bereits erwähnt, können Sie aber erst Verspätungen ab 60 Minuten geltend machen. Am einfachsten können Sie Ihren Antrag auf Erstattung über das Fahrgastrechte Formular einreichen. Denken Sie dran die jeweiligen Beweismittel beizulegen. Dazu gehören gültige Fahrkarten und gegebenenfalls Bestätigungen über Verspätungen und Ausfälle von Mitarbeitenden der Deutschen Bahn oder dem Zugbegleitpersonal. Die Verjährungsfrist für Entschädigungsansprüche bei einer Bahn Verspätung oder einem Zugausfall liegt bei einem Jahr.

Fahrgastrechte im Ausland

Im europäischen Ausland haben Sie als Fahrgast überall die gleichen Rechte. Wenn Sie ein Ticket für das Ausland bei der DB gekauft haben, können Sie wie gewohnt über das Fahrgastrechte Formular oder bei Mitarbeitern der Deutschen Bahn am Bahnhof eine Erstattung einfordern. Haben Sie Tickets bei einem anderen Bahnunternehmen gebucht, müssen Sie dieses direkt kontaktieren.

Am einfachsten ist es für Sie, wenn Sie bei einer längeren Strecke alle benötigten Tickets bei einem Veranstalter buchen. So können Sie nämlich einen Anspruch geltend machen, wenn Sie mehr als 60 Minuten später am Zielbahnhof ankommen. Mit Tickets von verschiedenen Dienstleistern ist dies nicht möglich. Denn hier gilt jedes Ticket einzeln. Wenn Sie also ebenfalls eine Stunde später ankommen, aber mit beispielsweise zwei Ticktes von zwei Bahnunternehmen gereist sind, und auf beiden Strecken jeweils 30 Minuten Verspätung war, können Sie keine Erstattung beanspruchen.

Fahrgastrechte geltend machen mit RightNow

Wir von RightNow wollen es Bahnreisenden erleichtern, ihre Ansprüche auf Erstattungen bei Zugverspätungen und Ausfällen geltend zu machen. Bei uns können Sie schnell und unkompliziert Ihr Ticket einreichen und innerhalb von 24 Stunden schon Ihr Geld zurückbekommen. Schneller können Sie nicht an Ihr Geld kommen. Und: Sie können sich den lästigen Schriftverkehr mit der Bahngesellschaft sparen. Das regeln wir für Sie. Einfach Ticket abfotografieren oder einscannen, abschicken – fertig!

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