Meistens ist der Grund dafür, dass Sie einen Anschlusszug verpassen eine Verspätung auf vorheriger Strecke. Das ist ärgerlich, besonders dann, wenn Sie einen Aufschlag für eine Sitzplatzreservierung oder die 1. Klasse bezahlt haben. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, welche Rechte Sie geltend machen können und was Sie dabei beachten sollten.

Anschlusszug verpasst: Wann bekomme ich eine Entschädigung?

Zuerst einmal müssen Sie eine gültige Fahrkarte für die jeweilige Fahrt haben. Wichtig ist außerdem, dass Sie die Reise angetreten haben oder diese aufgrund eines verpassten Anschlusszuges nicht vollständig oder nur mit großen Einschränkungen unternommen werden konnte. Dann haben Sie ein Recht auf eine Erstattung.

Kein Recht auf eine Entschädigung haben Sie jedoch, wenn Sie zu spät am Gleis waren und deswegen den Anschlusszug verpasst haben. Also dann, wenn Sie durch eigenes Verschulden den geplanten Zug nicht bekommen haben.

Voraussetzungen für eine Entschädigung

Wenn Sie einen Anschlusszug verpasst haben, haben Sie in der Regel einen Entschädigungsanspruch für die gesamte Reiseverbindung. Generell gilt: Haben Sie am Zielbahnhof eine Verspätung von mehr als einer Stunde, haben Sie das Recht auf eine Entschädigung. Voraussetzung dafür ist, dass der Reiseplan so erstellt wurde, dass Sie unter zumutbaren Bedingungen die Anschlusszüge erreichen konnten.

Haben Sie dennoch Ihren Anschlusszug verpasst, können Sie ab einer Verspätung von einer Stunde am Zielbahnhof mit einer Erstattung rechnen. Wenn Sie für verschiedene Streckenabschnitte einzelne Tickets haben, müssen Sie beachten, dass Sie nur für den jeweiligen Streckenabschnitt eine Entschädigung einfordern können. Denn jede einzelne Fahrkarte verkörpert einen einzelnen Beförderungsvertrag mit der Deutschen Bahn und muss gesondert betrachtet werden.

Anschlusszug verpasst – was tun?

Der Zug, in dem Sie gerade sitzen, hat bereits Verspätung und Sie vermuten, dass Sie Ihren Anschlusszug verpassen? Dann lassen Sie sich am besten schon jetzt vom Zugbegleitpersonal die Verspätung bestätigen und fragen nach einer Entschädigung. Diese kann als Bargeld, Gutschein oder als Kostenübernahme für andere Verkehrsmittel bis 80 Euro erfolgen. Auch wenn Sie vorhaben, einen alternativen Zug zu nutzen, sollten Sie dies mit dem Zugpersonal absprechen und sich entsprechende Belege ausstellen lassen.

Wenn es sich bei dem Anschlusszug um den letzten Zug des Tages handelt, muss die Bahngesellschaft außerdem die Kosten für eine Hotelübernachtung übernehmen.

Wichtig ist, dass Sie entsprechende Beweismittel beim Bahnunternehmen vorlegen können. Das sind in erster Linie Ihre gültige Fahrkarte, Belege zu Sitzplatzreservierungen und Aufschläge für die 1. Klasse sowie eine Bestätigung der Bahnmitarbeitenden über die Verspätung. Um Ihren Anspruch geltend zu machen, können Sie das Fahrgastrechte-Formular nutzen und die jeweiligen Belege Ihren Unterlagen beifügen.

Diese Fristen sollten Sie beachten

Wenn Sie Ihre Ansprüche auf Erstattung des Ticketpreises bei der Deutschen Bahn geltend machen möchten, müssen Sie dies innerhalb eines Jahres tun. Dann läuft die Verjährungsfrist von einem Jahr ab. Am einfachsten ist es, wenn Sie das Fahrgastrechte-Formular für Ihren Antrag nutzen. Außerdem können Sie auch einen schriftlichen Antrag an das Bahnunternehmen schicken, dem Sie Ihre Fahrkarten und Belege beifügen.

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