Die Deutsche Bahn fährt täglich etwa 5.700 Personenbahnhöfe in Deutschland an. Kein Wunder, dass es da ab und an zu Verspätungen kommt. Tag für Tag verpassen die etwa 6 Millionen Passagiere, die täglich den Fern- und Nahverkehr der Deutschen Bahn nutzen ihre Anschlusszüge, kommen zu spät zur Arbeit oder verpassen einen wichtigen Arzttermin. Dass die Bahn dazu verpflichtet ist Verspätungen zu entschädigen, wissen die wenigstens. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wann Sie einen Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises haben, wie Sie Ihr Recht geltend machen können und was Sie beachten sollten.

Ab welcher Verspätung bekomme ich wie viel Geld zurück?

Ihre Bahn hatte Verspätung und Sie möchten einen Antrag auf Entschädigung stellen? Wir erklären Ihnen, was Sie dabei beachten müssen. Zuerst kommt es darauf an, wie groß die Verspätung ist. Bei Verspätungen unter 30 Minuten stellt die Bahngesellschaft nämlich grundsätzlich keine Erstattungen des Fahrkartenpreises aus. Sogar bei Zugverspätungen bis zu 60 Minuten ist das Bahnunternehmen laut Fahrgastrecht nicht verpflichtet, die Kosten für ein Ticket zu erstatten.

Ihre Bahn hatte Verspätung?

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Anders sieht es bei Verspätungen ab einer Stunde aus. Hier können Sie mit einer Erstattung von 25 % des Ticketpreises für eine einfache Fahrt rechnen. Bei Verspätungen ab zwei Stunden stehen Ihnen sogar 50 % des Ticketpreises zu.

Zeitkarten des Nahverkehrs, Quer-durchs-Land-Tickets, Schönes-Wochenende-Tickets sowie Länder-Tickets werden ab Verspätungen von 60 Minuten erstattet. Für Tickets der 1. Klasse gibt es 2,25 Euro, Tickets der 2. Klasse werden mit 1,50 Euro erstattet.

Wenn Sie eine Zeitkarte des Fernverkehrs haben, können Sie in der 1. Klasse mit einer Erstattung von 7,50 Euro und in der 2. Klasse mit einer Erstattung von 5,00 Euro rechnen.

Besitzer der BahnCard 100 haben bei einer Bahn Verspätung das Recht auf eine Erstattung für Tickets in der 1. Klasse von 15 Euro und für Tickets in der 2. Klasse von 10 Euro.

Die maximale Erstattungssumme für Zeitkarten liegt bei 25 % des Ticketpreises. Die Erstattung erfolgt entweder als Bargeld oder als Gutschein. Können Sie Ihre Sitzplatzreservierung nicht wahrnehmen, ist diese vollständige zu erstatten. Auch den Aufschlag für die 1. Klasse bekommen Sie komplett erstattet.

Zur Übersicht haben wir Ihnen alle Ansprüche nach Ticketart und Länge der Zugverspätung in einer Tabelle zusammengefasst.

Bahn-Verspätung: Was muss ich bei der Antragstellung beachten?

Um Ihren Anspruch auf eine Entschädigung geltend zu machen, brauchen Sie die jeweiligen Beweismittel. Dazu gehören Ihre zum Reisezeitpunkt gültigen Fahrkarten sowie Monatskarten- und Zeitkarten, Sitzplatzreservierungen, die BahnCard 100 und Online-Tickets. Am besten ist es, wenn Sie sich die Zugverspätung von der Bahngesellschaft am Abfahrtsbahnhof oder vom Zugbelgleitpersonal im Zug bestätigen und belegen lassen.

Bitte beachten Sie, dass Erstattungen unter 4 Euro nicht erfolgen. Wenn Sie viel mit der Bahn unterwegs sind, lohnt es sich aber Ihre Tickets und Belege zu sammeln und gebündelt einzureichen. Achten Sie darauf, dass Sie die Verjährungsfrist von einem Jahr einhalten.

Erstattung bei Bahn-Verspätung: Die Fristen

Soweit so gut. Jetzt müssen Sie nur noch den Antrag auf Entschädigung bei den Bahngesellschaften stellen. Dazu nutzen Sie am besten das Fahrgastrechte-Formular. Sie können auch einen formlosen Antrag beim Bahnunternehmen einreichen. In den meisten Fällen bekommen Sie aber dann Fahrgastrechte-Formular zugeschickt, das Sie ausgefüllt zurückschicken müssen. Einfacher und schneller geht es daher, wenn Sie gleich das Formular nutzen, was wir Ihnen hier zur Verfügung stellen.

Wenn Sie einen Antrag auf Erstattung bei Zugverspätung oder -Ausfall einreichen möchten, sollten Sie die geltenden Fristen beachten. Die Verjährungsfrist liegt bei einem Jahr ab dem Zeitpunkt der Verspätung oder des Ausfalls. Für Wochenend- und Monatskarten können Sie hingegen bis zum Ablauf der Geltungsfrist eine Erstattung beantragen.

Bahn-Verspätung: Wann habe ich das Recht auf eine Entschädigung?

Neben der Verjährungsfrist von einem Jahr müssen Sie außerdem berücksichtigen, ob die Bahngesellschaft eine Alternative zum ursprünglichen Reisemittel zur Verfügung stellt. Oftmals stellt das Bahnunternehmen bei Verspätungen oder Ausfällen nämlich Ersatzbusse am Abfahrtsort bereit, die Sie zum Zielbahnhof bringen. In solchen Fällen können Sie keine Ansprüche auf Entschädigungen geltend machen.

Eine Ausnahme gibt hier aber: Ist die Fortsetzung Ihrer Fahrt unter den alternativen Umständen unzumutbar bzw. der Sinn Ihrer Reise entfällt durch das alternative Reisemittel, können Sie eine Erstattung Ihrer Kosten beantragen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie aufgrund der Zugverspätung einen geplanten Termin nicht wahrnehmen können, weil Sie zu spät am Zielbahnhof ankommen würden. Dann sollten Sie Ihre Reise abbrechen und eine Erstattung Ihres Ticketpreises bei der Bahngesellschaft beantragen. Die Kosten für die Rückreise zum Abfahrtsbahnhof können je nach Umständen ebenfalls erstatten werden. Hier kommt es auf den speziellen Einzelfall an.

Sind Sie jedoch gewillt Ihre Reise fortzusetzen, müssen dafür aber alternative Beförderungsmittel benutzen oder in einem Hotel übernachten, können Sie mit einer maximalen Entschädigung von 80 Euro rechnen.

Bahn-Verspätung: Erstattung schnell und einfach mit RightNow beantragen

Wir von RightNow wollen es Bahnreisenden erleichtern, ihre Ansprüche auf Erstattungen bei Zugverspätungen geltend zu machen. Bei uns können Sie schnell und unkompliziert Ihr Ticket einreichen und innerhalb von 24 Stunden schon Ihr Geld zurückbekommen. Schneller können Sie nicht an Ihr Geld kommen. Und: Sie können sich den lästigen Schriftverkehr mit der Bahngesellschaft sparen. Das regeln wir für Sie. Einfach Ticket abfotografieren oder einscannen, abschicken – fertig!

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