Gold als Anlage – das musst Du dazu unbedingt wissen

In der heutigen Zeit fragen sich immer mehr Personen, wie das Geld angelegt werden soll, sodass es sicher ist und trotzdem eine gewisse Rendite abwirft. Gold als Wertanlage ist über die letzten Jahre immer beliebter geworden, da es so scheint, dass es eine sicherer Anlage ist. Es hat sich zu großen Teilen von allen anderen Finanzprodukten entkoppelt und hält somit auch in schwierigen Zeiten den Wert, was man von zum Beispiel Aktien nicht immer behaupten kann. Du kannst bei Gold allerdings dafür auch keine riesigen Gewinne erwarten.

Es anzulegen macht daher vor allem Sinn, wenn Deine Anlage auf längere Zeit gesehen Sinn machen soll, da Du durch die Inflation mitunter auch einen Verlust akzeptieren musst. Gold ist also besonders für diejenigen interessant, die Geduld haben und nicht schon nach ein paar Wochen ihre Anlage wieder in Geld umtauschen lassen wollen.

Welche Vor- und Nachteile bietet das Investieren in Gold für den Anleger?

Als erstes macht es für Anleger, wie bei allen anderen Produkten, nur Sinn in Gold zu investieren, wenn man einen gewissen Betrag überhat, der angelegt werden soll. Für das Anlegen von kleinen Beträgen macht es nicht viel Sinn, Gold zu kaufen, da der Wertverlust schon nach kurzer Zeit zu groß wäre.

Bei einem kleinen Budget hast Du hingegen die Option, virtuell auf den Goldkurs zu setzen. Hier lässt sich auch durch kleine Investitionen ein gutes Kapital herausschlagen.

Darüber hinaus kannst Du Gold bei dir zu Hause im Tresor oder auch in der Bank lagern, ohne von anderen abhängig zu sein. Es gibt also keine Schnittstelle mehr, die zwischen Dir und Deinem Vermögen steht. Versteuert kann Dein Vermögen unter Umständen aber trotzdem werden, was von den genauen Summen (umgerechnet auf Wert) abhängt.

Der größte Vorteil ist mit Sicherheit, dass du hier eine gewisse Sicherheit darüber hast, dass du am Ende mit einem Gewinn aus dem Geschäft gehst. Hier kann der Gewinn zwar vergleichsweise klein sein, aber in den heutigen Zeiten ist das vielleicht auch nicht das Schlechteste.

Hier also nochmal die wichtigsten Vor- und Nachteile im Überblick.

Vorteile

  • Gute Wertanlage für den „Spargroschen“
  • Gold hat immer einen guten Wert

Nachteile

  • Nur bei höheren Investitionen gewinnversprechend
  • Unterliegt einem Kurs und Währungsschwankungen sind zu berücksichtigen

Bevor Du einen Gewinn machst, musst Du erst den Goldkurs, dann den aktuellen Währungskurs in US-Dollar, die endgültige Differenz zwischen An- und Verkaufspreis und zu guter Letzt anfallende Versandkosten und Transaktionsgebühren berechnen. Buchst Du extra dafür ein Bankschließfach, schlagen sich auch diese Gebühren auf Deiner Anlage nieder.

Andere Wege, um auf Gold zu setzen

Wenn du willst, kannst Du aber auch in Gold investieren, ohne selbst welches besitzen zu müssen. Dies funktioniert, indem Du auf die Goldkurse wettest. Hier stehen aber wieder eine Bank oder ein Broker zwischen Dir und dem Gold, die auch daran verdienen.

Um dies zu umgehen, kannst Du direkt in Gold zu investieren und es beim passenden Kurs sofort wieder veräußern. Das macht es dann nicht zu einer Anlage, sondern mehr zu einer wiederkehrenden Investition. Allerdings erfordert das auch ein ständiges Up-To-Date-Bleiben mit den Kursen und gleichsam wieder höhere Beträge, die auf einmal ins gekaufte Gold fließen. Grundsätzlich kann man bei jeder Bank das Gold zum ursprünglichen Ankaufpreis verkaufen, sollte sich kurz danach eine schlechte Zeit bemerkbar machen.

Welche Laufzeit muss meine Investition haben, damit es sich lohnt?

Bei Gold handelt es sich nicht um etwas, bei dem man kurzfristig spekuliert und auf schnelle Gewinne hoffen kann. Es ist vielmehr eine solide Anlage, bei der man auf längere Zeit mit einem Gewinn rechnen kann.

Kurzfristige Investitionen lohnen sich bei Gold nur dann, wenn der Goldpreis gerade auf einem Rekordniveau liegt und entsprechend günstig ist. Das dient dann in erster Linie aber auch nur dem Ziel, Deinen späteren Gewinn zu maximieren.

Die genaue Laufzeit hängt am Ende vom Goldkurs ab. Das kann in schlechten wirtschaftlichen Zeiten nur ein Jahr sein, bei einem besseren Verlauf aber durchaus auch ein Jahrzehnt andauern.

Welches Risiko geht man bei Gold ein und welche Rendite kann man erwarten?

Du musst Dir natürlich sicher darüber sein, dass in Finanzgeschäften nie von einem sicheren Geschäft die Rede sein kann. Daher kannst Du auch nie zu 100 Prozent sicher sein, dass du einen Gewinn einfährst.

Bei Gold ist die Sicherheit im Vergleich zu anderen Produkten aber schon deutlich höher, da man einen Trend immer über mehrere Jahrzehnte hinweg beobachten kann. Dieser ließ sich noch nie von außenstehenden Problemen beeinflussen und obwohl ihm schon hunderte Male prophezeit wurde, seinen Wert zu verlieren, blieb der Kurs stets stabil.  Somit kann man bei Gold von einem entkoppelten Finanzprodukt reden, was wohl das Risiko eines großen Verlustes sehr gering erscheinen lässt.

Wenn man die Sicht aber umdreht, kann man bei dem geringen Risiko, welches Du als Anleger eingehst, auch nicht allzu große Renditen erwarten. Eine genaue Vorhersage dieser Rendite ist nicht allzu einfach, da wir es mit täglichen Schwankungen zu tun haben. Mit Geduld kannst Du aber zumindest die in Deutschland vorherrschende Inflation ausgleichen.

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Warum ist der Kursaufgang von Gold so verlässlich?

Bei Gold handelt es sich um eine Ressource unseres Planeten. Dementsprechend ist sie begrenzt und nicht künstlich herzustellen. Zusammen mit Edelsteinen zählt sie daher zu den stärksten Anlagemöglichkeiten, die es überhaupt gibt.

Auf Dauer gesehen wird der Rohstoff knapper, da die Vorkommen auf unserem Planeten bald aufgebraucht sein werden und man auch nur Gold kaufen kann, das bereits im Umlauf ist. Immerhin ist davon auszugehen, dass gut die Hälfte von allem Gold auf der Welt entweder aus Prestigegründen angehäuft in Tresoren liegt und ein großer Anteil zudem in Schmuck verarbeitet wird.

Ist Gold als Anlage betrugssicher?

Ja, da es eben eine abgekoppelte Anlage ist. Das größte Risiko neben dem schwankenden Goldkurs ist allerdings die Tatsache, dass es ein Währungsrisiko mit sich bringt.

Gold wird nämlich ausschließlich in US-Dollar gehandelt. Es gibt also nicht nur einen schwankenden Goldkurs, sondern auch noch einen Währungskurs, der täglich schwankt und mitentscheidet, wie hoch Dein Gewinn letzten Endes ist. Große Verluste treten aber auch hier nur dann auf, wenn der Dollar einmal abgewertet werden sollte. Es bräuchte eine massive Wirtschaftskrise, damit das ein realistisches Szenario wird.

Umgekehrt profitierst Du natürlich auch davon, wenn Goldkurs und Dollar-Wert gleichzeitig steigen.